David Philip Hefti

Trotz der klassisch avantgardistischen Klangsprache geht es Hefti um Expressivität, um einen den Hörer unmittelbar ansprechenden Ausdruck. Er liebt kräftige Kontraste und verschmäht bei Gelegenheit auch die intensive Kantilene nicht. Seine Musik ist der steigernden Verdichtung fähig und kann furiosen Drive entwickeln.
(Süddeutsche Zeitung)


David Philip Hefti wurde 1975 in der Schweiz geboren. An den Musikhochschulen in Zürich und Karlsruhe studierte er Komposition, Dirigieren, Klarinette und Kammermusik u. a. bei Cristóbal Halffter, Rudolf Kelterborn, Wolfgang Meyer, Wolfgang Rihm und Elmar Schmid. Er wirkt als Komponist und Dirigent und lebt mit seiner Familie bei Basel.

Seine rund 60 Werke umfassen Orchester-, Vokal- und Kammermusik. Darunter finden sich gross besetzte Orchesterwerke, Solokonzerte, Werke für Kammerorchester, Streichquartette, Solostücke, Liederzyklen und eine Oper. An der Vollendung seiner Symphonie Beziehungsweisen, von der bereits drei Sätze uraufgeführt wurden, arbeitet er aktuell. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Künstlern wie Viviane Hagner, Christian Poltéra, Hartmut Rohde, Baiba Skride, Jan Vogler und Antje Weithaas, die seine Stücke regelmässig aufführen.

Er arbeitete mit zahlreichen Orchestern und Ensembles zusammen, darunter das Tonhalle-Orchester Zürich, das Bayerische Staatsorchester, das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestre symphonique de Montréal, die Tokyo Sinfonietta, das Ensemble Modern, das Amaryllis Quartett und das Leipziger Streichquartett. Seine Orchesterwerke wurden u. a. von den Dirigenten Peter Eötvös, Cornelius Meister, Kent Nagano, Jonathan Nott, Michael Sanderling, Mario Venzago und David Zinman aufgeführt. Einladungen brachten ihn zu Musikfestivals wie Wien Modern, Beijing Modern, Ultraschall Berlin, Lucerne Festival, Gstaad Menuhin Festival, Schleswig-Holstein Musikfestival, Heidelberger Frühling, Festival Pablo Casals in Prades, Dvorak-Festival in Prag und Suntory-Festival in Tokio.

2013 erhielt er den Komponisten-Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2015 den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Ausserdem gewann er die Kompositions-Wettbewerbe Pablo Casals in Prades, George Enescu in Bukarest und den Gustav-Mahler Wettbewerb. Seine Kompositionen werden bei Edition Kunzelmann und Edition C. F. Peters verlegt und erscheinen als CD-Aufnahmen bei verschiedenen Labels. Als Reaktion auf seine CD Changements wurde er von der Neuen Zürcher Zeitung für seine „ausgezeichnete Beherrschung des Orchesterapparates“ als Komponist und Dirigent gelobt.

Im Mai 2017 feierte seine erste Oper Annas Maske Uraufführung am Theater St. Gallen. Im Zentrum steht die wahre Geschichte der Schweizer Sängerin Anna Sutter, deren Leben sich auf tragische Weise mit dem Schicksal ihrer Paraderolle Carmen verband, als ihr ehemaliger Geliebter, der Dirigent Aloys Obrist, sie 1910 in Stuttgart ermordete. David Philip Heftis Tonsprache, die sich durch Transparenz, kammermusikalische Intensität und dichte Dramaturgie auszeichnet, manifestiert sich auch in seiner ersten Opernarbeit. Die Neue Zürcher Zeitung über Annas Maske: Leuchtende Ekstase – und das ist die Pointe dabei – bedeutet dennoch keinen Verrat an Heftis ästhetischer Haltung, die sonst fragile, aus pointillistischen Klangtropfen gerinnende Akkordgebilde bevorzugt.

Aktuell arbeitet David Philip Hefti an mehreren neuen Werken, die in der Spielzeit 2018/19 uraufgeführt werden. Nach seiner ersten Oper Annas Maske widmet er sich im Auftrag der Tonhalle-Gesellschaft Zürich seinem zweiten Musiktheaterstück Die Schneekönigin nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen. Die Uraufführung dieser musikalischen Erzählung für die ganze Familie findet am 11. November 2018 in der Tonhalle Maag in Zürich in einer halbszenischen Aufführung statt. Die Titelpartie übernimmt Sopranistin Mojca Erdmann, am Pult des Tonhalle-Orchesters Zürich steht David Philip Hefti selbst.

Außerdem wird der vierteilige Zyklus Nachtwachen, der von den römischen Vigilien ausgeht, fortgesetzt. Nach dem ersten Teil Prima nocte, einem Stück für Kammerorchester, das im Februar 2018 vom Orchestre de Chambre de Lausanne unter Kazuki Yamada uraufgeführt wurde, folgen in dieser Saison nun zwei weitere Teile. Concubia nocte, die Musik zur zweiten Nachtwache für Streichquartett, wird im Oktober 2018 im Rahmen des Kammermusikfestivals "Zwischentöne" durch das Merel Quartett uraufgeführt. Das dritte Stück Media nox für Flöte und Orchester wird mit der Deutschen Radiophilharmonie und Tatjana Ruhland unter Jamie Phillips beim Heidelberger Frühling im April 2019 erstmals zu erleben sein. David Philip Hefti lässt in seinem Zyklus Klänge um die Themenfelder Dämmerung, Nacht, Traum und Schlaflosigkeit kreisen und erzeugt statische, bewegte und changierende Klangflächen, die Rhythmik und Melodik in den Hintergrund drängen. Zu hören ist eine mikrotonale Musik.

www.hefti.net



Spielzeit 2018/19 – Nicht ohne Zustimmung von PR² classic kürzen oder verändern.

David Philip Hefti

David Philip Hefti wurde 1975 in der Schweiz geboren, studierte an den Musikhochschulen in Zürich und Karlsruhe u. a. bei Wolfgang Rihm, Rudolf Kelterborn und Cristóbal Halffter und wirkt als Komponist und Dirigent. Seine rund 60 Werke umfassen Orchester-, Vokal- und Kammermusik. Er komponierte für Künstler wie Hartmut Rohde, Baiba Skride, Jan Vogler sowie Antje Weithaas und arbeitete u. a. mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Ensemble Modern zusammen. Seine Werke wurden u. a. von den Dirigenten Peter Eötvös, Cornelius Meister, Kent Nagano, Jonathan Nott und David Zinman aufgeführt. Einladungen brachten ihn zu Musikfestivals wie Wien Modern, Beijing Modern, Ultraschall Berlin, Lucerne Festival, Schleswig-Holstein Musikfestival, Festival Pablo Casals in Prades und Suntory-Festival in Tokio. 2013 erhielt er den Komponisten-Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung und 2015 den Hindemith-Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Im Mai 2017 wurde seine erste Oper Annas Maske am Theater St.Gallen uraufgeführt.

Aktuell arbeitet David Philip Hefti an mehreren neuen Werken, die in der Spielzeit 2018/19 uraufgeführt werden. Am 11. November findet die Uraufführung seines zweiten Musiktheaterstücks Die Schneekönigin, eine musikalische Erzählung für die ganze Familie nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen, in der Tonhalle Maag in Zürich statt. Die Titelpartie übernimmt Sopranistin Mojca Erdmann, am Pult des Tonhalle-Orchesters Zürich steht David Philip Hefti selbst.

Außerdem wird der vierteilige Zyklus Nachtwachen, der von den römischen Vigilien ausgeht, fortgesetzt. Nach dem ersten Teil Prima nocte, einem Stück für Kammerorchester, das im Februar 2018 vom Orchestre de Chambre de Lausanne unter Kazuki Yamada uraufgeführt wurde, folgen in dieser Saison nun zwei weitere Teile. Concubia nocte, die Musik zur zweiten Nachtwache für Streichquartett, wird im Oktober 2018 im Rahmen des Kammermusikfestivals "Zwischentöne" durch das Merel Quartett uraufgeführt. Das dritte Stück Media nox für Flöte und Orchester wird mit der Deutschen Radiophilharmonie und Tatjana Ruhland unter Jamie Phillips beim Heidelberger Frühling im April 2019 erstmals zu erleben sein.

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Spielzeit 2018/19 – Nicht ohne Zustimmung von PR² classic kürzen oder verändern.

Auszeichnungen

Wettbewerbe:

  • 1. Preis Pablo Casals Wettbewerb, 2011
  • 1. Preis Gustav Mahler Wettbewerb, 2010/11, Kat. Orchester
  • 2. Preis Gustav Mahler Wettbewerb, 2010/11, Kat. Kammermusik
  • 2. Preis Molinari Quartet Wettbewerb, 2009
  • 4. Preis Kazimierz Serocki Wettbewerb, 2008
  • 1. Preis Kompositionswettbewerb der Universität Bukarest, 2008
  • Jury-Spezialpreis Gian Battista Viotti Wettbewerb, 2007
  • 2. Preis Ivan Spassov Wettbewerb, 2007
  • Finalist Pablo Casals Wettbewerb, 2007
  • 2. Preis Witold Lutoslawski Wettbewerb, 2007
  • Finalist Dimitris Mitropoulos Wettbewerb, 2005
  • 1. Preis George Enescu Wettbewerb, 2005


Auszeichnungen:

  • Hindemith-Preis (2015)
  • Komponisten-Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung (2013)
  • Kunstpreis Zollikon (2006)
  • Förderpreise der UBS-Kulturstiftung (2003, 2006, 2016)
  • Förderpreise aus dem Kulturfonds des Bundesamtes für Kultur (2004, 2005, 2010)


Stipendien:

  • Werkjahr für Komposition der Stadt Zürich (2011)
  • "Composer-in-residence" in London, Stipendium der Kulturstiftung Landis & Gyr (2009/10)
  • Kompositionsstipendium der Camille Graeser-Stiftung (2009)
  • Werkjahr für Komposition des Kantons St. Gallen (2008)
  • Stipendium des Schweizerischen Tonkünstlervereins und der Kiefer Hablitzel Stiftung (2004)


Auszeichnungen für CDs:

  • String Quartets Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2013
  • Virtuoso ICMA International Classical Music Awards Nomination 2011
  • Rosenblätter 'Best of 2008' von Schweizer Radio DRS2
  • Rosenblätter Selection Musicora-Harmonia Mundi, 2007
  • Counterpoints SRI-Selection von Schweizer Radio International, 2001