Neue CD mit David Philip Heftis 7. Streichquartett Ans Ende der Zeit
Das Amaryllis Quartett verbindet Heftis zeitgenössische Reflexion mit Schuberts „Der Tod und das Mädchen“
Am 2. Oktober 2026 erscheint bei Prospero Classical die neue CD des Amaryllis Quartetts mit David Philip Heftis „Ans Ende der Zeit“ – Streichquartett Nr. 7 und Franz Schuberts Streichquartett Nr. 14 d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“. Das Album ist als CD und auf allen Streaming-Plattformen erhältlich. Im Zentrum steht Heftis rund 19-minütiges Werk, das die Aufnahme eröffnet und den Ausgangspunkt für einen musikalischen Dialog über fast zwei Jahrhunderte bildet.
„Ans Ende der Zeit“ entstand als Auftragskomposition für das Ballett der Oper Graz und wurde dort im Zusammenhang mit Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ uraufgeführt. Hefti setzt das romantische Meisterwerk weder fort noch kommentiert er es unmittelbar. Seine Musik entwirft einen eigenständigen Klangraum, in dem Spuren der Vergangenheit auftauchen, sich verändern und in neue Zusammenhänge übergehen. Schon die kahle Oktave auf D zu Beginn schlägt eine hörbare Brücke zu Schubert, bevor sie sich in Heftis unverwechselbare Klangsprache auflöst.
Aus kleinsten Gesten, fein abgestuften Klangflächen und differenzierten Bogentechniken entsteht eine Musik zwischen äusserster Ruhe und plötzlichen Energieausbrüchen. Beschleunigung und Stillstand, Erinnerung und Gegenwart durchdringen einander. Der Werktitel bezeichnet deshalb nicht nur ein Ende, sondern auch die Aufhebung linearer Zeit und die Möglichkeit eines fortwährenden Neubeginns. Vertrautes erscheint dabei nicht als Zitat, sondern als verwandelte Erinnerung.
Das Amaryllis Quartett stellt Heftis Komposition bewusst an den Anfang des Albums. Schuberts „Der Tod und das Mädchen“ folgt als historischer Resonanzraum. So entsteht ein durchkomponiertes, präzise aufeinander abgestimmtes Programm über Zeit, Vergänglichkeit und Erinnerung. Heftis siebtes Streichquartett ist dabei keine zeitgenössische Ergänzung zum klassischen Repertoire, sondern die Perspektive, aus der Schuberts Werk neu gehört werden kann.
Eingespielt wurde die CD vom Amaryllis Quartett mit Gustav Frielinghaus und Lena Sandoz, Violinen, Mareike Hefti, Viola, und Yves Sandoz, Violoncello im Sendesaal Bremen.
Weitere Informationen zur CD finden Sie hier: www.hefti.net/de/cd/29/
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Frida Kahlo als Ausgangspunkt: Uraufführung von David Philip Heftis 9. Streichquartett The Broken Column
Das Merel Quartett bringt am 17. Oktober 2026 beim Kammermusikfestival Zwischentöne in Engelberg David Philip Heftis neues Streichquartett The Broken Column zur Uraufführung. Das vom Festival in Auftrag gegebene und dem Merel Quartett gewidmete Werk ist von Frida Kahlos gleichnamigem Selbstporträt The Broken Column inspiriert und kreist um existentielle Fragilität, Isolation und eine zunehmend aus dem Gleichgewicht geratene Welt.
Mit seinem Streichquartett Nr. 9 The Broken Column setzt sich der Schweizer Komponist David Philip Hefti mit einem der eindringlichsten Selbstporträts Frida Kahlos auseinander. In The Broken Column von 1944 erscheint der menschliche Körper als verletzte, zerbrechliche Architektur – aufgespalten zwischen physischem Schmerz und innerer Einsamkeit. Die gebrochene Säule wird bei Hefti zum Sinnbild existentieller Fragilität.
Dabei versteht der Komponist sein Werk nicht als musikalische Illustration des Gemäldes. Vielmehr überträgt er dessen emotionalen Kern in einen eigenständigen musikalischen Prozess: Schmerz, Verlassenheit, Isolation und stille Verzweiflung durchziehen die Komposition wie unsichtbare Risse. Zugleich weitet sich die Perspektive über Frida Kahlos persönliches Schicksal hinaus. Die gebrochene Säule wird zum Symbol einer Gegenwart, die von Zerrissenheit, Entfremdung und emotionaler Kälte geprägt ist. Musikalisch vollzieht das Werk eine unaufhaltsame Verlangsamung: Aus anfänglich nervöser, getriebener Energie zerfallen Bewegung und Klang zunehmend in Fragmente, bis die Musik schliesslich nicht in Auflösung, sondern im Verstummen endet.
Weitere Informationen zum Werk:
https://www.hefti.net/de/werk/112/
Kammermusikfestival Zwischentöne Engelberg:
https://www.zwischentoene.com/
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Uraufführung von David Philip Heftis Shifting Ground mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und Paavo Järvi
Das Tonhalle-Orchester Zürich bringt am 18. November 2026 unter der Leitung von Paavo Järvi David Philip Heftis neues Orchesterwerk Shifting Ground – Atmosphären für grosses Orchester zur Uraufführung. Es ist bereits Heftis fünfte Auftragskomposition für die Tonhalle-Gesellschaft Zürich und Paavo Järvi gewidmet. Eine zweite Aufführung folgt am 19. November in Zürich, die deutsche Erstaufführung am 25. November in der Elbphilharmonie Hamburg.
Shifting Ground entstand in einer Zeit, in der vermeintliche Gewissheiten ins Wanken geraten. Klimawandel, Naturkatastrophen, Kriege, Hunger und politische Radikalisierung erschüttern das Verhältnis zwischen Mensch und Erde ebenso wie gesellschaftliche Ordnungen. Der Boden, auf dem wir stehen, scheint sich zu verschieben – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Auch musikalisch bewegt sich das rund zwölfminütige Werk auf unsicherem Terrain. Atmosphären, die an Gustav Mahlers Klangwelt erinnern, scheinen immer wieder auf – ohne direkte Zitate. So lässt sich Shifting Ground auch als eine Art Präludium zu einer Mahler-Sinfonie hören. Bei der Uraufführung erhält dieser Bezug besondere Resonanz: Im selben Konzert dirigiert Paavo Järvi Mahlers 5. Sinfonie.
Im Zentrum steht die Spannung zwischen klanglicher Schönheit und Störung. Aus äusserster Langsamkeit entwickelt sich die Musik in einem grossen dramatischen Bogen zu immer stärkerer Bewegung, Verdichtung und Beschleunigung bis zu einem rasenden Finale. Kollaps, Katastrophe oder Kipppunkt? Die Antwort bleibt offen.
Uraufführung
18. November 2026, 19.30 Uhr
Grosse Tonhalle, Zürich
Tonhalle-Orchester Zürich / Paavo Järvi, Leitung
https://tonhalle-orchester.ch/konzerte/kalender/paavo-jaervi-lisa-larsson-2055230/
Weitere Aufführung
19. November 2026, 19.30 Uhr
Grosse Tonhalle, Zürich
Tonhalle-Orchester Zürich / Paavo Järvi, Leitung
https://tonhalle-orchester.ch/konzerte/kalender/paavo-jaervi-lisa-larsson-2055226/
Deutsche Erstaufführung
25. November 2026, 20.00 Uhr
Elbphilharmonie, Grosser Saal, Hamburg
Tonhalle-Orchester Zürich / Paavo Järvi, Leitung
https://www.elbphilharmonie.de/de/programm/tonhalle-orchester-zurich-paavo-jarvi/27931
Weitere Informationen zum Werk:
https://www.hefti.net/de/werk/114/
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Doppelte Auszeichnung für David Philip Hefti beim 10. Manhattan International Music Competition
David Philip Hefti ist beim 10. Manhattan International Music Competition in der Kategorie Komposition mit zwei Auszeichnungen geehrt worden. Für sein Werk „Aus Licht gewoben – Reflexionen für Violine und Violoncello“ erhielt er eine Gold Medal with Honourable Mention sowie den zusätzlich vergebenen Contemporary Music Prize.
Die Jury würdigte einstimmig die außergewöhnliche künstlerische Qualität, die ausgeprägte Musikalität und das hohe technische Niveau der Komposition. Auch das Artistic Committee des internationalen Wettbewerbs hob ihre herausragende Qualität besonders hervor.
Mit dem Contemporary Music Prize ist die Einladung verbunden, ein digitales Album beim Klassiklabel Orpheus Classical zu veröffentlichen. David Philip Hefti kann dafür ein Programm eigener Werke mit einem übergreifenden künstlerischen oder konzeptionellen Schwerpunkt gestalten. Das Album wird weltweit über führende digitale Plattformen veröffentlicht.
Die doppelte Auszeichnung stellt eine bedeutende internationale Anerkennung des kompositorischen Schaffens von David Philip Hefti dar. Weitere Informationen zur geplanten Albumveröffentlichung werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Weitere Informationen:
Offizielle Liste der Preisträgerinnen und Preisträger 2026
Goldmedaillen 2026 – First Category
Orpheus Classical
Juli 2026
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Analog Electric – Neue künstlerische Entwicklung
Derzeit arbeite ich an Analog Electric, einem neuen künstlerischen Entwicklungsvorhaben, das sich mit den Möglichkeiten einer zeitgenössischen akustischen Klangsprache beschäftigt.
Ausgangspunkt sind neu entwickelte Resonanzinstrumente mit alternativen Obertonsystemen, deren Klänge an elektronische Klangwelten erinnern, jedoch vollständig analog entstehen. Im Zentrum meines Interesses stehen dabei nicht die Instrumente selbst, sondern die kompositorischen Perspektiven, die sich aus einem erweiterten akustischen Klangvokabular ergeben.
Analog Electric versteht sich als offener Entwicklungsprozess und als Labor für neue Formen des Hörens, der Resonanz und des Komponierens. Ziel ist die Erschließung neuer klanglicher Möglichkeiten, die zukünftige Werke für Kammermusik, Ensemble, Chor und Orchester prägen werden.
Die Arbeit an Analog Electric hat begonnen. Ich freue mich darauf, die nächsten Etappen dieses künstlerischen Entwicklungsprozesses hier mit Ihnen zu teilen.
D. P. H.
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